Albanien mit dem Auto
Straßennetz
Albanien ist ein Gebirgsland: Mehr als 70 Prozent der Fläche liegen über 300 Meter Höhe, und kurze Strecken auf der Karte können sich auf Bergstraßen in lange Fahrten verwandeln. Die drei Hauptautobahnen, die A1 nach Kosovo, die A2 südlich nach Fier und die A3 zur nordmazedonischen Grenze, sind modern, gut ausgebaut und derzeit mautfrei. Wer die Autobahn verlässt, trifft auf schmale Nebenstraßen mit Schlaglöchern, fehlenden Leitplanken und kaum Beschilderung. Eine Offline-Karte ist auf dem Land unverzichtbar. Da neue Streckenabschnitte gebaut werden und Maut auf künftigen Korridoren eingeführt werden könnte, lohnt es sich, die aktuellen Bedingungen vor der Reise zu prüfen.
Die Verkehrsregeln weichen in einigen Punkten deutlich von deutschen Verhältnissen ab. Die Promillegrenze liegt bei 0,01 Prozent, was einem faktischen Alkoholverbot am Steuer entspricht. Tempolimits gelten mit 40 km/h innerorts, 80 km/h auf Landstraßen und 110 km/h auf Autobahnen. Das Fahren mit Abblendlicht ist ganztägig Pflicht. Eine gesetzliche Winterreifenpflicht gibt es nicht, doch auf Bergpässen zwischen November und März sind Winterreifen angesichts von Schnee und Eis dringend empfohlen.
Wer aus Deutschland kommt, kennt Wildwechsel auf Landstraßen. In Albanien kommt auf Nebenstraßen und in Bergregionen jedoch Vieh auf der Fahrbahn hinzu, und Fußgänger sowie Radfahrer nutzen Straßen ohne jegliche Schutzstreifen. Überholvorgänge an unübersichtlichen Kurven sind keine Ausnahme, sondern Alltag. Defensive Fahrweise ist hier keine Empfehlung, sondern Notwendigkeit.
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