Herzegowina mit dem Auto
Straßennetz
Das Straßennetz in Herzegowina spiegelt ein Land wider, das seine Infrastruktur noch ausbaut. Die Autobahn A1 hat mautpflichtige Abschnitte mit kilometerabhängigen Gebühren, die an Mautstationen bar oder per Karte bezahlt werden. Das ist ein anderes System als in Deutschland, wo Pkw auf Autobahnen keine Maut zahlen. Das Autobahnnetz ist insgesamt kurz, und die meisten Strecken führen über zweispurige Landstraßen durch Karstgebirge und enge Flusstäler. Die M17 entlang der Neretva zwischen Mostar und Sarajevo ist die wichtigste Verbindungsachse: malerisch, aber langsam, mit häufigem Lkw-Verkehr, engen Fahrspuren in Schluchtabschnitten und wenigen Überholmöglichkeiten. Auf Hauptstraßen sind die Beläge mäßig, auf Nebenstraßen nach dem Winter oft schlechter. Mautgebühren ändern sich, daher lohnt es sich, die aktuellen Tarife vor der Reise zu prüfen.
Die Verkehrsregeln gelten einheitlich im ganzen Land. Innerorts gilt Tempo 50, auf Landstraßen 80 und auf Autobahnen 130 km/h. Das Abblendlicht muss ganztägig eingeschaltet sein. Winterreifen oder Schneeketten sind vom 15. November bis 15. April Pflicht. Der Blutalkoholgrenzwert liegt bei 0,03 Prozent, was praktisch einem Alkoholverbot am Steuer entspricht. Polizeikontrollen sind häufig, und Beamte verlangen routinemäßig Führerschein, Fahrzeugschein und Versicherungsnachweis. Wer aus einem EU-Land einreist, sollte prüfen, ob die eigene Kfz-Versicherung Bosnien und Herzegowina abdeckt, da eine Grüne Karte erforderlich sein kann.
Ein Detail, das deutschen Fahrern auffällt: Das Wasser der Neretva leuchtet auf der gesamten Strecke von der kroatischen Grenze bis Mostar in einem intensiven Grünblau, das fast unwirklich wirkt. In Deutschland gibt es keine vergleichbare Hauptstraße, die so konsequent einem Fluss dieser Farbe folgt.
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