Bulgarien mit dem Auto
Straßennetz
Das bulgarische Autobahnnetz ist seit dem EU-Beitritt 2007 gewachsen, reicht aber nicht an westeuropäische Standards heran. Die Trakia-Autobahn verbindet Sofia über Plovdiv mit Burgas an der Schwarzmeerküste und ist die wichtigste Fernverbindung. Die Struma-Autobahn Richtung griechische Grenze ist im Abschnitt durch die Kresna-Schlucht noch nicht fertiggestellt, Umwege und Verzögerungen sind dort einzuplanen. Abseits der Autobahnen fallen abgenutzte Fahrbahnbeläge, verblasste Markierungen und landwirtschaftliche Fahrzeuge auf, die den Verkehr auf Landstraßen verlangsamen. Bergstraßen im Rhodopen-Gebirge sind schmal und kurvenreich, mit steilen Gefällen und wenig Leitplanken.
Für alle Autobahnen und erstklassigen Straßen ist eine elektronische Vignette, die sogenannte E-Vinetka, Pflicht. Sie wird auf das Kennzeichen registriert und existiert ausschließlich digital, es gibt also keine Klebevignette für die Windschutzscheibe. Erhältlich ist sie online unter bgtoll.bg, an Tankstellen oder an Grenzübergängen, wahlweise als Wochen-, Monats- oder Jahresvignette. Da sich die Gebühren ändern können, lohnt es sich, die aktuellen Preise vor der Reise zu prüfen. Das Tempolimit beträgt 50 km/h innerorts, 90 km/h auf Landstraßen und 140 km/h auf Autobahnen. Die Polizei kontrolliert Geschwindigkeiten häufig mit Radargeräten, Bußgelder werden direkt vor Ort kassiert. Ganzjährig ist Licht einzuschalten, unabhängig von Tageszeit und Wetter. Winterreifen mit mindestens 4 mm Profiltiefe sind vom 15. November bis 1. März vorgeschrieben.
Eine Besonderheit, die in Deutschland kein Gegenstück hat: Bulgaren schütteln den Kopf von links nach rechts, um Ja zu sagen, und nicken, um Nein zu bedeuten. An Tankstellen, Grenzübergängen oder beim Fragen nach dem Weg führt das schnell zu echten Missverständnissen, bis man sich an die umgekehrte Konvention gewöhnt hat.
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