Bosnien mit dem Auto
Straßennetz
Das Autobahnnetz in Bosnien und Herzegowina ist auf wenige Abschnitte beschränkt. Die A1 verbindet Sarajevo mit Zenica im Norden und führt südwärts Richtung Mostar. Auf dieser Strecke werden streckenbezogene Mautgebühren an Mautstationen erhoben, die sowohl Bargeld als auch Karte akzeptieren. Die Tarife gehören zu den niedrigsten in Europa, können sich aber ändern, daher lohnt es sich, die aktuellen Preise vor der Reise zu prüfen. Abseits der A1 besteht das Straßennetz fast ausschließlich aus zweispurigen Bergstraßen mit engen Kurven, steilen Gefällen und gelegentlichem Steinschlag. Strecken, die auf der Karte kurz wirken, dauern oft deutlich länger als erwartet.
Einige Verkehrsregeln weichen von deutschen Verhältnissen ab. Das Tempolimit auf Autobahnen beträgt 130 km/h, auf Landstraßen 80 km/h. Das Licht muss ganztägig eingeschaltet sein. Winterreifen oder Ganzjahresreifen mit M+S-Kennzeichnung sind vom 15. November bis 15. April vorgeschrieben, in Bergregionen müssen zusätzlich Schneeketten mitgeführt werden. Der Blutalkoholgrenzwert liegt bei 0,03 Promille, also deutlich unter dem deutschen Wert von 0,5 Promille, was in der Praxis ein absolutes Fahrverbot nach Alkoholkonsum bedeutet. Das Mindestalter zum Führen eines Kraftfahrzeugs beträgt 18 Jahre, der Notruf ist 112.
In ländlichen Gebieten entlang ehemaliger Frontlinien aus dem Krieg von 1992 bis 1995 sind noch immer Landminen vorhanden. Entsprechende Warnschilder sind aufgestellt. Wer abseits befestigter Straßen und markierter Wege geht, setzt sich einem realen Risiko aus. Ein solches Gefahrenbild kennt Deutschland nicht.
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