Lettland mit dem Auto
Straßennetz
Lettland hat keine Mautpflicht. Alle Straßen, vom Stadtring bis zur Fernstraße, sind kostenlos befahrbar. Das ist zwar auch in Deutschland so, doch hören die Gemeinsamkeiten beim Straßennetz schnell auf. Echte Autobahnen im deutschen Sinne gibt es nicht. Die A1 zwischen Riga und Jurmala sowie Abschnitte der A2 Richtung Osten sind als geteilte Schnellstraßen ausgebaut, aber mit deutschen Autobahnen nicht zu vergleichen. Auf Landstraßen gilt Tempo 90, auf autobahnähnlichen Abschnitten 110 km/h. Geblitzt wird regelmäßig, Festkameras stehen auf den wichtigsten Strecken. Abseits der Hauptkorridore, besonders in Latgale im Osten und an der Küste Kurlands, sind Schotterpisten keine Seltenheit. Wer mit einem Fahrzeug mit niedrigem Bodenabstand unterwegs ist, sollte das einplanen. Winterreifen sind vom 1. Dezember bis 1. März vorgeschrieben, Spikes sind von Oktober bis Ende April erlaubt. Die Promillegrenze liegt bei 0,05, das Abblendlicht muss ganzjährig und rund um die Uhr eingeschaltet sein.
Die schönsten Strecken führen weg von Riga. Der Gauja-Nationalpark, etwa eine Stunde nordöstlich der Hauptstadt, bietet Flusstäler, Sandsteinfelsen und mittelalterliche Burgruinen bei Sigulda und Turaida. Die Küstenroute durch Kurland vom Badeort Jurmala bis zum Kap Kolka und weiter südlich nach Liepaja ist eine der einsamsten Ostseeküsten überhaupt. In Latgale, rund um Rezekne und Daugavpils, wechseln sich Seen und orthodoxe Kirchen ab.
Was deutschen Fahrern auf den lettischen Hauptstraßen am stärksten auffallen dürfte: Auf einer A-Straße kann man zwanzig bis dreißig Minuten fahren, ohne einem einzigen anderen Fahrzeug zu begegnen. Auf deutschen Bundesstraßen oder Autobahnen ist das schlicht undenkbar.
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