Andorra mit dem Auto
Straßennetz
Wer aus Deutschland kommt, merkt sofort: Andorra hat keine Autobahn, keine Vignette und kein einziges flaches Stück Asphalt. Das gesamte Straßennetz besteht aus Bergstraßen. Die zwei Hauptachsen, die CG-1 von der spanischen Grenze durch die Hauptstadt Andorra la Vella bis zum Gebirgspass Port d'Envalira auf 2.408 Metern, und die CG-2 Richtung französische Grenze, sind schmal, kurvenreich und gelegentlich auf einen Fahrstreifen verengt. Innerorts gilt Tempo 50, auf Landstraßen Tempo 90. Das Tempolimit ist damit deutlich niedriger als auf deutschen Autobahnen, aber die Straßenverhältnisse erklären warum. Tagfahrlicht ist jederzeit Pflicht, die Promillegrenze liegt bei 0,05. Notruf: 112. Zufahrtsstraßen auf französischer und spanischer Seite können mautpflichtig sein, aktuelle Gebühren sollte man vor der Reise prüfen.
Im Winter gilt vom 1. November bis zum 15. Mai Winterreifenpflicht oder Schneekettenpflicht, und die Polizei kontrolliert das an den Grenzübergängen. Der Port d'Envalira, die höchste asphaltierte Straße der Pyrenäen, sperrt bei starkem Schneefall, dann läuft der gesamte Verkehr durch den Tunel d'Envalira um. Dieser Tunnel liegt auf über 2.000 Metern Höhe und ist in beide Richtungen kostenlos, anders als viele Alpentunnel in den Nachbarländern.
Deutsche Fahrer, die Staufreiheit gewohnt sind, werden durch Andorra la Vella eines Besseren belehrt: Die Hauptstadt liegt in einem engen Tal ohne Umgehungsstraße, und an Wochenenden sowie in der Skisaison staut es sich erheblich. Eine Besonderheit, die es in Deutschland schlicht nicht gibt: Kraftstoff ist in Andorra deutlich günstiger als jenseits der Grenze, und es gehört zum Alltag, dass Fahrer aus Frankreich und Spanien eigens zum Tanken einreisen.
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